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„Wie möchte ich leben und was brauche ich dafür?“

An jedem ersten und dritten Samstag im Monat lädt die Beratungsstelle KoKoBe Duisburg-Nord Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung zu einem offenen Treffen ein. Die Teilnehmer können neue Kontakte knüpfen oder gemeinsam etwas unternehmen. Auch haben sie Gelegenheit, sich mit Fragen an die Mitarbeiter der KoKoBe zu wenden. „Oft ergibt sich daraus der Bedarf für eine ausführliche Beratung“, erklärt Christine Daszkowski von der Beratungsstelle, „doch nicht immer lässt sich diese bei den Samstagstreffen oder bei einem Termin in unserem Büro zufriedenstellend umsetzen.“

So entstand die Idee für ein komplett neues Beratungsangebot: ein mehrtägiger Workshop mit einer kleinen Gruppe in einem großen gemeinsamen Appartement. Eine gemütliche und gut erreichbare Unterkunft fand Christine Daszkowski in den Niederlanden. Dort verbrachte die Diplom-Heilpädagogin fünf Tage mit fünf Frauen mit einer geistigen bzw. mehrfachen Behinderung.

Intensive Auseinandersetzung mit Zukunftsperspektiven

„Wir haben die gleichen Inhalte vermittelt wie bei einer Beratung in der KoKoBe, hatten hier aber viel Zeit und Ruhe“, fasst Christine Daszkowski den Ablauf des erstmals angebotenen Workshops zusammen. Insbesondere durch die gelöste, erholsame Grundstimmung konnten die Teilnehmerinnen die gesamte Zeit nutzen, sich in Einzel- und Gruppengesprächen über ihre möglichen Zukunftsperspektiven zu informieren. So konnten sie zum Beispiel Fragen wie „Wer hilft mir, wenn meine Angehörigen nicht mehr da sind?“, „Wie schaffe ich es auszuziehen, ohne dass meine Eltern gekränkt sind?“ und „Kann ich mir eine eigene Wohnung leisten?“ klären.

Beratungshürden umgehen

Christine Daszkowski bewertet diese neue, „experimentelle“ Form der Beratung von Menschen mit Behinderungen durchweg positiv: „Alle Teilnehmerinnen waren zufrieden und haben in urlaubsähnlicher Umgebung ausführliche Antworten auf ihre Fragen erhalten. Auf diese Weise konnten wir auch die üblichen Beratungshürden wie die verbindliche Terminvereinbarung, die Bewältigung des Weges zur Beratungsstelle und die Nervosität in der Beratungssituation umgehen.“