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Amalie Sieveking Gesellschaft Duisburg gGmbH
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47139 Duisburg

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Geschäftsbereichsleitung

Gabriela Pähler
Sekretariat

Offene Hilfen: Ein Teil der Gesellschaft sein können

Bei der Amalie Sieveking Gesellschaft Duisburg (ASG) ist das Angebot der Offenen Hilfen eng mit dem Kinder- und Jugendhaus Beeck verbunden. Kurz nach dessen Eröffnung brauchte Hausleiterin Susanne Zedel für einige der dort lebenden Mädchen und Jungen eine schulische Integrationshilfe. Also organisierte sie eine – das war 2006. Der Bedarf stieg, und auch das Interesse von Externen an Unterstützungshilfen für Menschen mit Behinderungen nahm zu. So kam es, dass die ASG ihr Angebot auch für Nicht-Bewohner öffnete und es kontinuierlich erweiterte. Heute, rund elf Jahre später, umfasst der Bereich neben der Integrationshilfe auch ergänzende Betreuungsleistungen, die sozialpädagogische Familienhilfe und den familienunterstützenden Dienst.

Viele Formen der Unterstützung

„Unsere Angebote richten sich an Kinder, Erwachsene und Familien mit einem behinderten Familienmitglied“, erklärt Dana Heiligenhaus. Die Koordinatorin organisiert verschiedene Formen der Unterstützung. Einige Beispiele: Ein 13-jähriger Junge mit einer motorischen Schwäche benötigt Unterstützung im Schulalltag. Eine allein lebende Frau mit einer geistigen Behinderung möchte in Begleitung ins Kino, ins Schwimmbad oder in den Zoo. Die Eltern dreier Kinder brauchen Anleitung für einen strukturierten Familienalltag.

Wenn sie sich an die Offenen Hilfen der ASG wenden, werden zunächst die Koordinatoren aktiv. Dana Heiligenhaus: „Als erstes muss die gewünschte Unterstützungsleistung beantragt werden. Meistens trägt die Kommune die Kosten. Auf Wunsch sind wir auch schon bei der Antragstellung behilflich.“ Nach der Bewilligung wählt die Sozialpädagogin einen Mitarbeiter aus dem Team aus, der zur Familie bzw. dem Menschen mit Behinderung passen könnte. Es findet ein persönliches Kennenlernen statt, und alles Weitere stimmen dann der Mitarbeiter und die zu betreuende/n Person/en direkt miteinander ab.

  

Bei der steigenden Zahl von Klienten ist die Koordination sehr abwechslungsreich: „Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht, und gerade das gefällt mir gut“, sagt Dana Heiligenhaus. Sie telefoniert viel mit Familien, Ämtern, Schulen und Mitarbeitenden, schreibt Berichte und bearbeitete Anträge. Außerdem verfasst sie Konzepte für Schulungen und die Weiterentwicklung einzelner Angebote.

Ob Schulassistenz, Familienhilfe oder Entlastungsleistungen – ein Ziel ist allen wohnortnahen Angebote der Offenen Hilfen gemein: Jeder Mensch, ob mit oder ohne Behinderung, soll ein Leben führen können, das so „normal“ wie möglich ist. Niemand soll aus der Gesellschaft ausgeschlossen sein und selbst über sich und seine Lebensumstände entscheiden können. „Es ist schön zu sehen, dass sich aus dem Einzelbedarf von vor über zehn Jahren inzwischen ein eigener Leistungsbereich entwickelt hat und wir viele Menschen begleiten und betreuen“, freut sich Susanne Zedel.