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Eine besondere Reise nach Berlin

Zwei Menschen mit Behinderungen verreisten zum ersten Mal ohne Begleitung, und dann gleich in die Hauptstadt – Ihre Reise hatten sie mit ihrer Betreuerin gut vorbereitet

Anja und Günter leben mit anderen Menschen mit Behinderungen in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft. Sie fühlen sich sehr wohl im äußersten Norden von Walsum, wo es fast schon ein bisschen ländlich ist. Von hier aus planten sie gemeinsam eine ganz besondere Reise: einen Städtetrip nach Berlin, und das gleich für mehr als eine Woche!

Für die beiden Reisefans war es der erste Urlaub, den sie ganz allein unternommen haben. Ihre Betreuerin Jessica Monien-Appel hatte ihre Klienten auf die Idee gebracht. Sie kommt aus Berlin und konnte ihnen deshalb viele hilfreiche Tipps für den Besuch der Hauptstadt geben.

  

Trotz körperlicher und geistiger Behinderung alleine auf Tour

Dass Menschen mit Behinderungen auch selbständig verreisen können, bewies das sympathische Pärchen ziemlich eindrucksvoll. Ohne Probleme fanden sich die 46-jährige Anja und ihr zwei Jahre älterer Freund Günter in der Millionenstadt zurecht und nutzten ganz selbstverständlich die öffentlichen Verkehrsmittel. Manch anderer Tourist verzweifelte schon im Berliner Großstadtdschungel und verlor die Orientierung – aber nicht die beiden Duisburger. Trotz körperlicher und geistiger Handicaps meisterten sie ihren Tagesablauf und spickten den Berlinaufenthalt mit einem vielseitigen Programm.

Auf der Besichtigungsliste standen unter anderem Checkpoint Charlie, das Brandenburger Tor, Schloss Bellevue, der Berliner Dom und Madame Tussauds. „Eine ganz tolle Hafenrundfahrt auf der Spree haben wir auch noch gemacht“, erzählt das Paar begeistert.

Currywurst, 30 Grad und Sightseeing

„Das war ein Erlebnis“, blickt der 48-Jährige zurück und fügt hinzu: „Wir hatten fast jeden Tag 30 Grad und sind deshalb viel im Pool unseres Hostels geschwommen.“ Mit ihrer Unterkunft waren die beiden sehr zufrieden. „Das Zimmer war wundervoll, das Haus insgesamt schick eingerichtet. In den Fluren hingen sehr schöne Bilder“, schwärmt der Duisburger. „Für nur 15 Euro gab es im Hostel für zwei Personen leckere Gerichte wie Berliner Currywurst mit Pommes“, erzählt Anja strahlend.

Auch Betreuerin Jessica Monien-Appel ist zufrieden: „Wir freuen uns sehr, dass die beiden den Mut für diese Reise hatten und alles so gut gelaufen ist. Das gibt ihnen viel Selbstvertrauen.“ Die nächste Reise gehe übrigens nach Hamburg, das sei schon sicher.