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Wildes Hüpfen im neuen Heim

Alt-Hamborn gegen 15 Uhr: Die Sonne scheint, Petrus meint es gut an diesem letzten Augusttag. Die knallrote Hüpfburg im Garten der Außenwohngruppe Amalie gewinnt immer mehr an Form, nach und nach richtet sie sich auf. Noch ein wenig Luft und es ist soweit. Zwei Jungs stehen bereits in den Startlöchern. Heute geht es um sie, ihre drei Mitbewohner und ihr tolles neues Zuhause. Die fünf Teenager mit einer Autismus-Spektrum-Störung sind im Januar vom Dachgeschoss des Kinder- und Jugendhauses Beeck in die Außenwohngruppe Amalie gezogen. Die umgebaute Doppelhaushälfte mit individuell eingerichteten Einzelzimmern und unter anderem mit Gemeinschafts-, Snoezelen- und Fitnessraum, Hobbykeller, Wintergarten sowie drei Bädern in einer ruhigen Seitenstraße wird offiziell eingeweiht. Geschäftsführer Peter Leuker, Geschäftsbereichsleiterin Martina Abendroth und Rolf Wöste, Vorsitzender der Stiftung Kind Duisburg, sind zum feierlichen Anlass erschienen. Die Stiftung Kind Duisburg hat den Kauf der Immobilie mit 200.000 Euro großzügig unterstützt.

Luftakrobaten brauchen Kühlung

Erst einmal einen Begrüßungssekt oder -orangensaft, bevor der offizielle Teil losgeht. Und während die Großen klönen und lachen, sind die Hauptpersonen des Tages schwer in Aktion. Immer mehr Kids springen auf der Hüpfburg hin und her. Die jungen Hüpfer haben jede Menge Spaß, fliegen tollkühn durch Luft. Nach und nach kommen weitere Gäste. Die früheren Mitbewohner aus dem Kinder- und Jugendhaus Beeck betreten freudestrahlend den Garten. Die Luftakrobaten brauchen nun dringend Kühlung. Zielstrebig steuern sie die Eis-Slush-Maschine an. Die rote und tiefblaue Masse wird durchgemengt. Becher drunter und die farbige Leckerei fließt zähflüssig hinein. Einige Kinder schlecken am heutigen Tag nicht zum ersten Mal das Slush-Eis, wie ihre blauen und roten Zungen verraten. Schlecken und dabei strahlen. Die bunte Kühlung kommt an.

Neben der Garage wird derweil der Grill angeworfen. Das Gartenfest läuft seit knapp 45 Minuten. Zeit den offiziellen Teil einzuläuten. Peter Leuker begrüßt die Gäste und vor allem Rolf Wöste, bei dem er sich für die großzügige Unterstützung bedankt. Auch der Vorsitzende der Stiftung Kind Duisburg sowie Martina Abendroth haben noch einige Worte des Lobes, des Dankes und der Freude über das gemeinsam erreichte Ziel zu sagen. „Das Konzept der Außenwohngruppe Amalie hat uns sofort überzeugt. Eine solche Einrichtung bietet ideale Voraussetzungen für Jugendliche mit Autismus“, sagt Wöste begeistert. Martina Abendroth überreicht nun den Kindern ein Geschenk: das Spiel „Zug um Zug“. Schnell eilen die Teenager herbei. Mit glänzenden Augen reißen sie das Papier auf, arbeiten sich zum Spiel vor. Mit einem Staunen betrachten sie es. Die Freude ist groß. Für die Kids ist dies definitiv der beste Moment des offiziellen Teils, wie ihre strahlenden Gesichter verraten.

„Schnell noch das Würstchen in Soße ertränken“

Gegen 16 Uhr geht es wieder in den Gartenparty-Modus. Und was lieben kleine und große Kinder auf Gartenpartys? Grillwürstchen! Die brutzeln mittlerweile auf dem Grill. Der Duft verbreitet sich schnell. Das lockt. Die Mädchen und Jungen, die sofort nach den Reden die Hüpfburg  angesteuert hatten, kommen eilig und fröhlich zurück. In der Garage steht das bunte Buffet mit Brötchen, Salaten, Soßen und Dips. Schnell greifen sich die gutgelaunten Kinder und Jugendlichen Teller. Hier etwas Salat, da ein wenig Dip, ein Brötchen – und der Grillteller ist fast fertig. Fehlt nur noch die Wurst. Der Grillmeister erwartet die hungrige Rasselbande schon. Die schnappen sich noch ein Würstchen oder ein Stück Fleisch und setzen sich zusammen an den Tisch. Schnell noch „das Würstchen in Soße ertränken“, wie einer der Jungen lachend anmerkt, und los geht’s. Es wird gelacht, geflachst und ordentlich gefuttert. Für eine offizielle Einweihung ist der Tag perfekt auf die Kids abgestimmt. So muss das sein!

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Der Autor dieses Beitrags, Sassan Dastkutah, macht derzeit eine Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen. Teil dieser Umschulung ist ein halbjähriges berufsorientiertes Praktikum, das er bei der Evangelischen Altenhilfe Duisburg absolviert. Er durchläuft unterschiedliche Abteilungen und Einrichtungen (auch der ASG), um die Abläufe kennenzulernen und an typischen Aufgaben mitzuwirken.