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Ein Jahr Überleitungsmanagement

Seit Januar 2014 gibt es bei der Amalie Sieveking Gesellschaft das Überleitungsmanagement, ein vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanziertes, trägerneutrales Projekt. Dieses neue, in Deutschland lange einzigartige Angebot musste Natalie von Lackum in ihren ersten Arbeitswochen erst einmal vorstellen – unter anderem bei Beratungsstellen, Pflegediensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Pflege. „Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen dem Menschen mit Behinderung, seinen Angehörigen, Betreuern und den Mitarbeitern der Einrichtung, in die er umziehen wird“, beschreibt die 34-jährige diplomierte Rehabilitationspädagogin.

Natalie von Lackum und ihr Kollege Stephan Gollnick (Foto) beraten und begleiten Menschen mit einer geistigen Behinderung, die pflegebedürftig sind und nicht mehr in ihrem bisherigen Zuhause leben können. Ihre Unterstützung beginnt idealerweise schon einige Wochen vor dem geplanten Umzug. „Wir haben dann genug Zeit zum Kennenlernen, für Besuche der in Frage kommenden Einrichtung und für den Kontakt zu den zukünftigen Pflegekräften“, erklärt Natalie von Lackum. Durch diese individuelle Begleitung könne sich eine vertrauensvolle Beziehung bilden, die dem Bewohner helfe, die anstehende Veränderung besser zu bewältigen.

Die Überleitungsmanager sind wichtige Bezugspersonen und begleiten auch die Eingewöhnung im neuen Umfeld. Gemeinsam richten sie zum Beispiel das Zimmer gemütlich ein, erkunden bei Spaziergängen die neue Umgebung und knüpfen Kontakte zu Mitbewohnern. Auch die Angehörigenarbeit spielt eine große Rolle: Mutter und Vater falle es unheimlich schwer loszulassen, wenn sie nach 50 oder mehr Jahren nicht mehr für ihr Kind sorgen können.

Mit dem ersten Jahr des Überleitungsmanagements ist Natalie von Lackum zufrieden: „Wir konnten 18 Menschen helfen, vorübergehend als Kurzzeitpflegegast oder dauerhaft ein neues Zuhause zu finden und sich dort schnell wohlzufühlen.“