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Ambulant Betreutes Wohnen: Eigenständig leben und betreut sein

Als die Mutter von Monika Pelster starb, waren die 61-Jährige und ihre beiden Brüder zunächst ratlos: Wo und wie sollte sie zukünftig wohnen? Wegen einer geistigen Behinderung konnte und sollte ihre Schwester nicht in einer eigenen Wohnung leben, da waren sich die Geschwister einig. Sie ließen sich bei einer Beratungsstelle informieren und probierten ein Wochenende lang „Ambulant Betreutes Wohnen“ in einer Wohngemeinschaft in Walsum aus. Das war 2012. Seitdem lebt Monika Pelster hier in ihrem eigenen Appartement und wird von pädagogischen Fachkräften regelmäßig betreut.

  

„Die ‚Wohnschule‘ ist ein neues Angebot für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen“, erklärt Sozialarbeiter Christian Junghans von der Amalie Sieveking Gesellschaft Duisburg. „Sie gibt die Möglichkeit, das Leben in einer Wohngemeinschaft unverbindlich auszuprobieren. Die Interessenten können ihre potenziellen Mitbewohner kennenlernen und unter Anleitung testen, ob sie allein leben können und möchten“, so Junghans. Damit solle die Entscheidung für oder gegen einen Auszug von zuhause erleichtert werden.

  

Für Monika Pelster und ihre Brüder stand schnell fest, dass die Wohngemeinschaft an der Grünstraße in Walsum ihr neues Zuhause werden kann. „Ich fühle mich hier wohl, habe Freunde gefunden und werde gut betreut“, sagt die aufgeschlossene Rentnerin. Zum Mittagessen geht Monika Pelster ins nur wenige Schritte entfernte Wichernheim Walsum. Hier nimmt sie auch jeden Mittwoch am Seniorennachmittag teil. Zweimal wöchentlich unterstützt ihre Betreuerin Iris Leleux sie in allen Fragen des alltäglichen Lebens, zum Beispiel bei Einkäufen, Arztbesuchen oder der Freizeitgestaltung. Regelmäßig geht es in der Wohngemeinschaft auch um Kochtraining und Zimmerpflege – immer unter Anleitung qualifizierter Betreuungskräfte. Auch gemeinsame Ausflüge und Kurzreisen stehen immer wieder auf dem Programm der Bewohner.

Anfang März machten die beiden Frauen einen Spaziergang durch Ruhrort, den langjährigen Heimatstadtteil von Monika Pelster. Natürlich zeigte sie, wo sie mit ihrer Mutter zuletzt lebte: auf der Karlstraße. Noch gut erinnert sie sich, wo sie die Wäsche zur Reinigung brachte, welchem Frisör sie vertraute und in welcher Apotheke sie ihre Medikamente besorgte. Ihre beiden Brüder wohnen noch heute in Ruhrort, deshalb ist sie regelmäßig hier.

  

Im „Café Kurz“, das Monika Pelster früher häufig besuchte, wärmten sich die beiden Spaziergängerinnen bei einer Tasse Kaffee auf. Auch für die Heilpädagogin Iris Leleux war der kurze gemeinsame Ausflug wichtig: „Zu den Erzählungen meiner Klientin kenne ich jetzt auch die Orte. Das hilft bei der Betreuung, und wir werden in unseren Gesprächen sicher noch oft darauf zurückkommen.“

 

Zur Info:

Die Wohnschule ist ein unverbindliches Angebot der Amalie Sieveking Gesellschaft Duisburg zum Kennenlernen des Ambulant Betreuten Wohnens für Menschen mit Behinderungen. Sie dauert in der Regel zwei Wochen. Während dieser Zeit wird jeder Teilnehmer durch pädagogische Mitarbeiter begleitet und unterstützt.

Kontakt: Christian Junghans, Telefon: 518604-01, E-Mail: christian.junghans@asg-du.de, www.asg-du.de