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Außenwohngruppe Amalie: Schutz und Geborgenheit mitten im Quartier

Kinder und Jugendliche mit Autismus, einer neurologischen Entwicklungsstörung, sind bei der Bewältigung ihres Alltags in besonderem Maße auf Unterstützung angewiesen. Die neue „Außenwohngruppe Amalie“ bietet eine familiäre Atmosphäre in einem lebendigen Stadtteil.

Anfang Februar ist die „Gruppe Grün“ – fünf autistische Jungen und ihre Betreuer – vom Dachgeschoss des Kinder- und Jugendhauses Beeck in eine Doppelhaushälfte in Alt-Hamborn umgezogen. Auf ihr neues Zuhause hatten sich alle sehr gefreut. „Es war schon länger geplant, dass die Wohngruppe für Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung sich räumlich verändert“, erklärt Martina Abendroth, die Geschäftsbereichsleiterin der Amalie Sieveking Gesellschaft Duisburg. „Als die Pläne für das Kurzzeitwohnen Abenteuerland, mit dem wir zukünftig unser Leistungsangebot der Behindertenhilfe erweitern und für das wir Platz brauchen, konkreter wurden, haben wir gezielt nach einer geeigneten Immobilie für die Jugendhilfe gesucht. Das zentral gelegene Haus in einer ruhigen Seitenstraße hat alle Anforderungen erfüllt.“

Ein neues Zuhause

Der Umzug und die damit verbundene Veränderung – für viele Menschen mit Autismus oft ein Problem – sei für die fünf Jungen im Teenageralter zu keiner Zeit schwierig gewesen, sagt ihr Betreuer, der Erzieher Kevin Gerlach. Mit den vielen Einkaufsmöglichkeiten auf der nahegelegenen Fußgängerzone, einem eigenen kleinen Garten und einem Hobbykeller mit Sportgeräten ist das neue Zuhause noch besser auf die Bedürfnisse seiner Bewohner zugeschnitten. Auf etwa 140 Quadratmetern Fläche bietet es fünf Einzelzimmer, drei Bäder, einen großen Gemeinschaftsraum mit Wintergarten, einen Snoezelenraum als Rückzugsort, ein Büro sowie ein Bereitschaftszimmer für die Mitarbeiter. In die Einrichtung und Gestaltung waren von Anfang an alle einbezogen. Gemeinsam entschieden sie, die Räume im Erdgeschoss in warmen Erdtönen zu streichen, und die Wandfarbe seines Zimmers hat sich jeder der Jungen selbst ausgesucht. Mehrere Wochen arbeiteten Handwerker daran, das Haus für seine neuen Bewohner vorzubereiten.

Strukturierter Tagesablauf

Unverändert bleiben die Bezugsbetreuer und ein sehr gut strukturierter Tagesablauf, der besonders für die stark auf sich bezogenen Autisten enorm wichtig ist. „Jeder soll so selbstständig wie möglich leben und sich in die Gemeinschaft integrieren. Dafür gibt es feste Regeln und individuelle Hilfestellung“, betont Kevin Gerlach. Kommen die Jugendlichen aus der Schule, gibt es einen gemeinsamen Mittagssnack und danach eine Ruhepause. Nachmittags stehen zum Beispiel Vereinssport, Arztbesuche sowie Termine beim Logo-, Physio- oder Ergotherapeuten auf dem Programm. Das Abendessen bereiten möglichst alle gemeinsam zu. „Hier können wir jetzt den Speiseplan selbst festlegen und zusammen dafür einkaufen“, freut sich der Wohngruppenleiter.

Das Wochenende verbringen die Teenager regelmäßig bei ihren Familien. „Es sollen jedoch möglichst nicht alle auf einmal weg sein. Zwei oder drei bleiben immer im Haus, so dass wir gezielt pädagogisch arbeiten oder in kleiner Gruppe unterwegs sein können“, erklärt Kevin Gerlach. „Bei gutem Wetter werden wir sicher häufig in den Landschaftspark Duisburg gehen. Bis dorthin ist es ja jetzt nur noch ein Katzensprung.“