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AWG Amalie auf Entdeckungstour in Berlin

Die Außenwohngruppe Amalie hatte sich für eine Kollekten-Ausschreibung mit dem Titel „Es ist normal, verschieden zu sein“ beworben. Mit großer Begeisterung erfuhren wir, dass unsere Einrichtung für eine Reise „Berlin – die Welt außerhalb der AWG ist bunt und vielfältig“ ausgewählt wurde.

Die Außenwohngruppe (AWG) Amalie ist eine vollstationäre Wohngruppe mit insgesamt fünf Wohnplätzen im Rahmen der Jugendhilfe (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche). Unser pädagogischer Auftrag für die Kinder und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung ist es, sie in ihrer Sozialisierung zu stärken und zu fördern. Hierzu gehört u.a. die Integration in den Gruppen- und Lebensalltag. Außerdem wollen wir ihnen möglichst optimale Entwicklungsmöglichkeiten bieten, um Verselbstständigung zu erlangen. Die Unterbringung erfolgt im Rahmen einer koedukativen Betreuungsform.

Zurzeit wohnen fünf Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren in der AWG Amalie. Jeder dieser Bewohner ist auf seiner besonderen Art einzigartig. Sie verfolgen verschiedene Interessen und haben allesamt Schwierigkeiten im sozialen Austausch mit anderen Jugendlichen in ihrem Alter. Freundschaften außerhalb der AWG bestehen keine, allerdings wird unter den Bewohnern ein reger Austausch gepflegt. Daher könnte dieses Projekt, mit den dazugehörigen Unternehmungen, das Sozialverhalten der Jugendlichen verbessern und ihnen aufzeigen, wie bunt und vielfältig die Welt ausserhalb der AWG ist.

Da die Ausschreibung der Kollekte „Es ist normal, verschieden zu sein“ lautete, stand der Ort recht schnell fest: Berlin. Diese Stadt wird mit vielen verschiedenen Kulturen, Religionen und Sprachen assoziiert und stellte damit eine wunderbare Verbindung zur Thematik her.

Die Zugfahrt

Um den Bewohnern die Anreise so gemütlich wie möglich zu gestalten, wurde für die Hinfahrt ein Gruppenticket für die erste Klasse im ICE gebucht, in welchem die Bewohner über freies WLAN verfügten. Die Fahrt sollte ca. vier Stunden betragen und die Bewohner durften ihre Medien (Smartphone, Laptop, Spielekonsole) benutzen, wodurch ihnen diese Fahrt nicht sonderlich lang vorkam.

Unser erster Tag

Wir erreichten den Berliner Hauptbahnhof um 12:24 Uhr. Anschließend fuhren wir zu unserer Unterkunft, dem Jugendgästehaus des CVJM. Dort angekommen bezogen alle Beteiligten ihre Zimmer und richteten sich ein. Außerdem gönnte man sich eine kurze „Verschnaufpause“. Anschließend ging es mit neuer Energie auf Erkundungstour. Das erste Ziel war es, die nähere Umgebung zu begutachten und  für einen späteren Zeitpunkt bzw. für die restlichen Tage Verpflegungs- möglichkeiten auszukundschaften.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus zu einer Haltestelle an denen die Busse für die Stadtrundfahrten hielten. Das Besondere an diesen Bussen ist das Ein- und Aussteigen um Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Bei dieser Erkundung trafen wir auf den Panoramapunkt – dem schnellsten Aufzug Europas, welcher innerhalb von 20 Sekunden vom Erdgeschoss bis zur 24 Etage fährt – die Aussicht war überwältigend.

Nach dem zweiten Haltepunkt stiegen wir dann am Potsdamer Platz aus und setzten unseren Weg zu Fuß fort. Vorbei am Brandenburger Tor, dem Reichstag und zum Schluss am Hauptbahnhof. Dort stiegen wir wieder in den Hop-On-Hop-Off-Bus ein. Während der Fahrt konnten wir dann noch die Siegensäule, Schloss Bellevue und andere Sehenswürdigkeiten bestaunen.

Tag Zwei

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Religion. Es wurden im Vorfeld verschiedene Gotteshäuser herausgesucht und die Bewohner durften entscheiden, welche sie besichtigen/besuchen möchten. Zunächst fuhren wir zum Berliner Dom – welcher durch seine Höhe, Breite und Architektur nicht nur von außen imposant, sondern auch von innen, toll anzusehen ist. Für eine weite und tolle Aussicht stiegen wir 267 Treppen die Kuppel hinauf und wurden mit der atemberaubenden Aussicht belohnt.

Wir besuchten im Anschluss noch die neue Synagoge Berlin, in welcher viele geschichtliche Themen angesprochen wurden. Es gab sowohl Ausstellungsstücke sowie Bild- und Tonmaterial. Es konnten viele Informationen über die Religion des Judentums eingeholt werden.

Tag Drei

Dieser Tag stand ganz im Fokus: Geschichte. Wir fuhren zur „Topographie des Terrors“ und erhielten eine Führung. Diese war sehr interessant und in leichter Sprache gehalten. Wir verfolgten die geschichtliche Chronologie und waren im DDR Museum, welches eine kleine Räumlichkeit umfasst und zu diesem Zeitpunkt gut besucht war.

Nach einer kleinen Pause, um alle Informationen zu verarbeiten, gingen wir in das „The Dungeons Berlin“. Dies ist eine Show in welcher Akteure die Zuschauer durch verschiedene Zeitepochen führen und diese mit einer Geschichte vereinen.

Als letztes besuchten wir das Holocaust-Denkmal und den Checkpoint Charlie und besuchten das Mauermuseum. In diesem konnten sämtliche Informationen eingeholt werden, z.B. über die DDR, den kalten Krieg und die Besetzung von der UdSSR, Frankreich, England und USA.

(leider schon) Tag Vier

Aufgrund eines Kombitickets hatten wir die Möglichkeit, am vierten Tag das Madame Tussauds zu besichtigen. Es konnten viele und besondere Persönlichkeiten aus der Vergangenheit und Gegenwart angesehen werden. Anschließend fuhren wir zu verschiedenen Einkaufzentren – Mall of Berlin und KaDeWe.

Unser letzter Tag

Als Abschluss und der bevorstehenden Rückreise fuhren wir zum Berliner Fernsehturm. Die Aussicht vom Fernsehturm war wunderschön und rundete die Berlinreise ab.

Um die Zeit in Berlin in Erinnerung zu behalten, steuerten wir diverse Souvenir-Geschäfte an und standen am Alexanderplatz vor der Welt-Uhr.

Der Rückflug

Wir entschlossen uns während der Erarbeitung des Projektes, von Berlin nach Düsseldorf zurück zu fliegen. Die Bewohner sind teilweise noch gar nicht oder zuletzt im frühen Kindesalter geflogen, so dass dies zu einem weiteren Highlight wurde. Die Bewohner freuten sich am Fenster sitzen zu können und haben den Ausblick über die Wolken genossen und viele Fotos und Videos gemacht.

In Düsseldorf angekommen wurden wir von einem Mitarbeiter der Außenwohngruppe Amalie wieder in Empfang genommen.

In den Folgetagen war es schön, das Erlebte noch einmal zu reflektieren. Jeder Bewohner sprach mit einem Lächeln, wenn er von dieser tollen Reise berichtete.

Unser Resümee

Die Berlin-Reise war phantastisch! Nicht nur das Wetter war auf unserer Seite, sondern auch die Atmosphäre innerhalb der Gruppe. Alle Bewohner waren/sind von diesem Ausflugsort begeistert und würden immer wieder gerne dort hinreisen.

Wir sind keinen Tag weniger als zehn Kilometer gelaufen, sind mit mehreren öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, waren in mehreren Stadtteilen, haben mehrere Sehenswürdigkeiten gesehen und konnten feststellen, dass es „ganz normal ist verschieden zu sein“.

 

D.: „Ich fand Berlin gut, weil es viele Sehenswürdigkeiten gab.“

J.: „Das nächste Mal möchte ich noch mehr sehen.“ 

D.:  „Eigentlich war alles toll, vor allem der Panoramapunkt war das Beste.“

S.:  „Berlin war toll, vor allem weil wir mit dem Zug gefahren und geflogen sind.“