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Aktion Seilschaft: Ein tolles Erlebnis für das Wohnhaus Neumühl

„Gegenseitige Unterstützung, Sicherheit, Zielorientierung – dafür steht die Seilschaft. Alle Angebote und Aktivitäten von Seilschaft berücksichtigen den Menschen als Individuum und als Angehörigen einer Gruppe. Seilschaft setzt auf eine Persönlichkeitsbildung mit Blick auf den ganzen Menschen. Durch intensive Erlebnisse und nachhaltige Erfahrungen bieten unsere Programme neue Lern- und Entwicklungschancen, die Sozialkompetenz und Selbstwertgefühl jedes Einzelnen stärken.“

Der erste Tag

Am 23.05.2018 ging die Fahrt in den Gruppenurlaub mit zehn Bewohnern, drei Heilerziehungspflegern im Anerkennungsjahr und einer Fachkraft für zwei Tage los. Wir fuhren mit zwei Autos in das Abenteuer der Aktion Seilschaft ins Sauerland nach Meschede. Die Bewohner im Alter von 19 bis 47 freuten sich schon sehr lange auf den Urlaub und konnten es kaum erwarten, die Aktion der Seilschaft zu starten. Ziel war es, vorwiegend die Bewohner mitzunehmen, die noch nicht so lange im Wohnhaus Neumühl leben, um die Gruppe zu stärken und sich untereinander besser kennenzulernen. Zudem wollten wir alle zusammen mehr Willensstärke und Durchsetzungsvermögen erlangen und gemeinsame Erfolgserlebnisse haben.

Als wir mitten in einem Wald vor einer wunderschönen Jugendherberge standen, wurden wir herzlich empfangen. Wir bezogen unsere Doppelzimmer, packten unsere Sachen aus und stärkten uns mit einer warmen Mahlzeit. Dann endlich trafen wir die Betreuer Jenny und Frank von der Aktion Seilschaft. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde ging es auch direkt los. Wir wanderten in den Wald hinein und bestiegen dort einen kleinen Berg. Auf einer größeren mit Kies bestückten Fläche machten wir halt, um ein Gemeinschaftsspiel mit einem Seil zu spielen. In diesem Spiel ging es darum, als Team eine Hürde zu bewältigen. Dies haben wir nach zwei Anläufen auch geschafft. Die Bewohner waren mächtig stolz und freuten sich über den Erfolg. Zum Schluss, als es den Berg wieder runter zur Jugendherberge ging, versteckten die beiden Mitarbeiter der Seilschaft Dinge, die nicht in den Wald gehören. Diese sollten wir dann auf dem Weg suchen, gefunden wurden ein Spielzeughuhn, ein Schwein und ein Hund aus Plastik.

An der Jugendherberge angekommen, wurden wir mit einem warmen Essen und Getränken versorgt. Nach der Mittagspause wanderten wir wieder in den Wald, wo Frank schon die Slackline vorbereitet hatte. Ziel war es, als Team ohne hinzufallen die Slackline zu meistern. Dabei war es sehr wichtig, auf alle Teilnehmer achtzugeben, denn wenn einer fiel, musste die ganze Gruppe von vorne anfangen. Nach einigen Anläufen gelang es uns gemeinsam, ans Ende der Slackline und somit auch ans Ziel zu kommen.

Der zweite Tag

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer reflektierenden Gesprächsrunde über den Vortag zogen wir los zur Kletterwand. Dafür war viel Teamwork gefragt, denn es wurden mindestens drei Leute zur Befestigung und zum Halten des Seiles benötig. Jeder war einmal dran, die Kletterwand hinauf zu klettern, nicht alle haben es bis nach oben geschafft, aber stolz waren sie trotzdem. Für viele war es das erste Mal, es war anstrengend, aber auch ein tolles Erfolgserlebnis für unsere Bewohner. Nachdem wir dann alle die Kletterwand besiegt hatten und ein warmes Mittagessen bekamen, durften wir über eine Brücke mit Hindernissen, die etwa zehn Meter über dem Boden zwischen zwei Bäumen entlang ging, laufen. Da man diese am besten nur alleine überqueren konnte, wollte das nicht jeder der Teilnehmer versuchen. Ich selber habe es probiert und habe meine Höhenangst überwunden. Am Ende der Brücke konnte man noch ein Stück Baum hochklettern wobei die Betreuerin Jenny uns natürlich zur Seite stand. Oben angekommen hing man sich mit dem Karabinerhaken an ein Seil und konnte die Seilbahn, die durch den Wald verlief, bis zum Ende gleiten. Das hat einen riesen Spaß gemacht.

Nach einer Gesprächsrunde, in der alle Teilnehmer erzählen konnten, wie die gemeinsame Zeit erlebt worden war und was man besonders schön an den zwei Tagen gefunden hat, bedankten wir uns bei dem ganzen Team und verließen am Nachmittag wieder das Sauerland und fuhren zurück nach Duisburg.

Die Bewohner kamen an diesen beiden Tagen aus sich heraus, zeigten Mut und waren stolz auf das Erreichte. Sie lernten, über die eigenen Grenzen hinaus zu gehen und Ängste zu überwinden. Sie haben alle Teamaufgaben super gemeistert, indem sie zusammengehalten, sich gegenseitig nicht im Stich gelassen haben und für einander da waren. Sie haben jede Schwäche des Anderen akzeptiert und Unterstützung geleistet, wo es nur ging.

Vor allem aber hatten alle Beteiligten einen Riesenspaß, daher kann das Fazit nur lauten: Wir kommen wieder!

Nadine Gorzynski